Aircargo Club Deutschland begrüßt Ausbau des Leipzig-Halle Airports


Leipzig, 25. Mai 2018 – Der Flughafen Leipzig-Halle befindet sich im Aufschwung. Durch das stetig wachsende Luftfrachtaufkommen ist der Flughafen mittlerweile Europas fünft-größtes Frachtdrehkreuz. Zudem verankerte die neue Bundesregierung erst Anfang des Jahres den Ausbau des Flughafens in den Koalitionsvertrag. Der Aircargo Club Deutschland (ACD) sieht darin einen wichtigen Entwicklungsschritt für den Luftfrachtstandort Deutschland. Um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, traf sich der ACD schon einen Tag vor dem offiziellen Beginn des dreitägigen Internationalen Transportforums (ITF) in Leipzig. Gastgeber war der Flughafen Leipzig/Halle, dessen Geschäftsführer Johannes Jähn, die angereisten Mitglieder zu der ganztägigen Veranstaltung willkommen hieß.

Laut Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sollen die Landerechte für Frachtflugzeuge für den Flughafen erweitert werden. Des Weiteren soll er in internationalen Luftverkehrsabkommen generell als Landepunkt ausgewiesen werden. Durch diese Maßnahmen würde der Flughafen Leipzig/Halle enorm an Bedeutung gewinnen und sich zum zentralen Frachtflughafen Deutschlands entwickeln. Schon jetzt hat der Flughafen gegenüber Wettbewerbern einige Vorteile, wie etwa die verfügbaren Entwicklungsflächen oder das fehlende Nachtflugverbot.

Auch der Aircargo Club Deutschland begrüßt diesen Schritt. „Das ist ein sehr positives Signal, nicht nur für Leipzig, sondern für die gesamte Logistikbranche in Deutschland“, so Prof. Christopher Stoller, Präsident des ACD. Denn anders als an den Flughäfen in Frankfurt/Main oder Köln/Bonn gebe es in Leipzig/Halle noch genügend Flächen für eine Erweiterung. Vom Ausbau in Sachsen werde dann der gesamte Standort Deutschland profitieren. „Es ist zu begrüßen, dass Leipzig jetzt heraussticht.“

Bei seiner Einführung in das Geschäft am Leipziger Flughafen stellte auch Johannes Jähn heraus, dass der stetige Aufstieg des mitteldeutschen Flughafens ein toller Verdienst für die Region sei. Er nannte gerade die öffentliche Eigentümerstruktur als eine wesentliche Hilfestellung bei dem weiteren Ausbau. „Da sind die Wege relativ kurz, wenn es um das Baurecht für die Erweiterung geht“, so Jähn. Im Anschluss nutzte der ACD die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des zweitgrößten Frachtflughafens Deutschlands zu werfen. Höhepunkt des Programms war der Besuch des großen Hangars von Volga-Dnepr, die ihre Tore geöffnet hatten und in einer Kurzpräsentation die aktuelle Lage schilderte. Hier werden die großen Antonov 124 gewartet.

„Der Flughafen Leipzig/Halle hat sich fantastisch entwickelt in den vergangenen Jahren“, lobte ACD-Präsident Prof. Christopher Stoller nach dem Besuch. Vor 13 Jahren war der ACD schon einmal am Flughafen gewesen. Damals war vom DHL-Drehkreuz, mit dem 2008 der rasante Aufstieg zum zweitgrößtes Frachtflughafen Deutschlands begann, noch keine Rede gewesen. „Das waren 13 Jahre harte Arbeit hier am Standort“, so Stoller anerkennend.

Daneben referierte Thomas Schleife, geschäftsführender Gesellschafter der Transco Berlin-Brandenburg GmbH, am  Vormittag über die Chancen und Risiken im Eurasien-Geschäft. Er gab interessante Einblicke in das operative Tagesgeschäft in diesem fern gelegenen Teil der Erde. Insbesondere verwies er auf die unterschiedlichen Geschäftskulturen. „Es gibt sicherlich zehn verschieden Arten, ein JA zu sagen, mal nett, mal weniger nett“, resümierte Schleife.