Lufthansa Cargo will mit Digitalisierung und Flottenmodernisierung die Luftfrachtkrise meistern


Frankfurt am Main, 17. Dezember 2019 – Die deutsche Luftfrachtbranche blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Handelskriege, der drohende Brexit und eine insgesamt schwächelnde Weltwirtschaft sorgten unter den Exporteuren für große Unsicherheit. Auch die Lufthansa Cargo musste 2019 nach zwei sehr erfolgreichen Jahren deutliche Rückgänge verzeichnen. Über die Herausforderungen des kommenden Jahres sowie mögliche neue Wege und Strategien diskutierten die Mitglieder des Aircargo Club Deutschland (ACD) mit Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG, in Frankfurt am Main.

Das Jahr 2019 war mit Ausnahme des Jahres 2016 das schwächste seit der Finanzkrise 2009. Peter Gerber wies in Frankfurt darauf hin, dass die heutige globale Vernetzung vielfältige Auswirkungen auf die Branche habe, die sich unter anderem im boomenden E-Commerce und in der Express-Fracht zeigten. Die Ansprüche an Servicequalität und Schnelligkeit für Lieferungen, die über Nacht von Kontinent zu Kontinent geschafft werden, steigen. Darauf reagiert die Lufthansa Cargo zum einen mit einem noch stärkeren Fokus auf digitalen Lösungen, um die Prozesse weiter zu optimieren. So digitalisierte die Lufthansa Cargo erst kürzlich vollständig ihren Angebots- und Buchungsprozess mit der digitalen Schnittstelle smartBooking. Zum anderen forciert die Frachtairline die Modernisierung ihrer Flotte, um mit leistungsfähigen, zuverlässigen sowie emissionsärmeren Maschinen operieren zu können. Zudem bieten die Vereinheitlichung der Flotte auf Boeing 777F weitere operationelle Vorteile.

„2019 war ein sehr herausforderndes Jahr, welches teils erheblich hinter den Erwartungen zurückblieb. Aus diesem Grund haben wir rechtzeitig damit begonnen, Maßnahmen vorzubereiten, um uns den Anforderungen entsprechend aufzustellen. So sind wir durch die Anbindung von digitalen Plattformen dazu in der Lage, unsere Prozesse noch effizienter, transparenter und damit kundenfreundlicher zu gestalten“, sagt Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG.

„Die Branche muss ihre Prozesse weiter optimieren, um den Herausforderungen des kommenden Jahres gewachsen zu sein. Insbesondere vor dem Hintergrund der Klimakrise muss die Luftfracht noch effizienter werden. Hierbei muss auch die Politik unterstützen. Auf keinen Fall dürfen Regulierungen und zusätzliche Belastungen die ohnehin schon angespannte Lage weiter zuspitzen“, sagt Prof. Dr. Christopher W. Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland.

 

Über den ACD

Der Aircargo Club Deutschland (ACD) wurde 1963 als branchenbezogene Interessens- und Diskussionsplattform zur Förderung des Luftfrachtverkehrs gegründet. Die rund 250 Mitglieder sind leitende Unternehmensvertreter der Luftfrachtbranche mit deutschlandweiter oder internationaler Verantwortung. Sie repräsentieren eine Wachstumsbranche, die Menschen, Länder und Industrien verbindet und den freien Welthandel ermöglicht.